Das erweiterte Tetralemma – Teil 2: Die nächste Ebene der Reflexion

Im ersten Teil des erweiterten Tetralemmas haben wir uns mit dem Ist-Zustand, der ersten Lösung, einer neuen Perspektive und der Verbindung zwischen diesen Elementen beschäftigt.

Doch Veränderungen sind dynamisch – und oft wird die Lösung von heute zur Herausforderung von morgen.

Erweitertes Tetralemma Teil 2

Teil 2: Die Arbeit mit dem erweiterten Tetralemma

Die zweite Antithese: Wenn die Lösung selbst zum Problem wird

Nachdem der Kunde seine erste Lösung gefunden hat, gehen wir nun einen Schritt weiter. Wir lenken den Fokus darauf, dass jede Lösung neue Herausforderungen mit sich bringt.

Frage an den Kunden: "Die Lösungen von heute sind oft die Probleme von morgen. Was könnte das Problem sein, das sich aus deiner Lösung 1 ergibt – und was wäre eine neue Lösung dafür?"

5. Lösung 2 (Die nächste Lösung)

Der Übergang von Lösung 1 zu Lösung 2 ist der zentrale und zugleich herausforderndste Teil dieser Arbeit. Die leitende Frage lautet: "Die Lösungen von heute sind oft die Probleme von morgen. Was ist die Lösung für das Problem von morgen?"

Beispiel: "Ich habe eine neue Position im Unternehmen gefunden, aber merke, dass mir weiterhin Entwicklungsmöglichkeiten fehlen."

Auch hier arbeiten wir mit Bodenankern: Der Kunde betritt diesen neuen Standpunkt und reflektiert, wie er sich in dieser Lösung fühlt.

6. Weitsicht (Eine zweite neue Perspektive)

Wie bereits bei "Neuland" suchen wir nun eine ganz neue Sichtweise, die weder mit der ersten noch mit der zweiten Lösung direkt zu tun hat.

Beispiel: "Vielleicht liegt die eigentliche Frage nicht in meiner Position oder meiner Karriere, sondern darin, wie ich Zufriedenheit und Wachstum definiere."

Diese Perspektive kann oft ein unerwarteter Augenöffner sein – eine Möglichkeit, ganz neue Denkwege zu erschließen. Auch hier betritt der Kunde bewusst diesen Standpunkt, nimmt ihn wahr und beschreibt seine Empfindungen.

7. Brücke 2 (Die Verbindung zwischen beiden Lösungen)

Jetzt kombinieren wir die Erkenntnisse aus Lösung 1 und Lösung 2. Was ist das Verbindende?

Beispiel: "Ich finde eine Position, die mir Entwicklungsmöglichkeiten bietet, aber auch mehr Flexibilität, um meine persönliche Zufriedenheit aktiv zu gestalten."

Hier wird klar, dass die Antworten nicht nur auf der Handlungsebene liegen, sondern oft eine tiefere Dimension erreichen.

8. Essenz (Die übergeordnete Erkenntnis)

Zum Abschluss verbinden wir die beiden Synthesen aus dem ersten und zweiten Tetralemma und fragen: Was ist die übergeordnete Erkenntnis aus diesem gesamten Prozess?

Beispiel: "Meine berufliche Entwicklung ist nicht nur eine Frage des Unternehmens oder der Position, sondern davon, wie ich meine eigenen Werte in meine Arbeit integriere."

Erweitertes Tetralemma 2

Warum dieser zweite Schritt entscheidend ist

Durch die zweite Antithese und die erneute Synthese wird das Denkmuster nochmals erweitert. Der Kunde erkennt nicht nur kurzfristige Lösungen, sondern entwickelt Weitsicht, um nachhaltige Entscheidungen zu treffen.

Im nächsten Artikel: Wie Synthese 3 den gesamten Erkenntnisprozess abrundet.

Gerold Walter

Ich bin Executive Coach, Trainer und Experte für Teamentwicklung.

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